Epistula

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Vorbereitung

Pandemie und Fastenzeit, die aufoktroierte und die selbstauferlegte Einschränkung, fallen heuer schon wieder zusammen. Haben wir aus dem vergangenen Jahr etwas gelernt, oder ist alles nur mehr mühsam?
Jesus will den Tempel reinigen und vertreibt die Händler, die Geldwechsler. Auch wir kennen den Osterputz. Das Haus, das Zimmer wird gereinigt, vielleicht wirft man einiges weg, entsorgt es, gibt es an Bedürftige weiter. Wie geht das mit der Reinigung der Seele? Oder dem Gewissen?
Reinigung will auch Licht und Wahrheit zur Geltung bringen. Doch jeder hat so seine eigene persönliche Wahrheit und das Licht soll eher die "Machenschaften" der anderen aufdecken.
Jesu Weg ist ein anderer. Gott bestätigt dies, er ist der wahre Gott. Dass soll auch Jesus auf seinem Weg in die Passion helfen.

Kontaktaufnahme

In Zeiten von Pandemie ist Kontaktaufnahme leicht, denn wir alle sind auf elektronische Medien getrimmt, und schwer, wenn es eine physische sein soll. Jesus will in Kontakt mit den Menschen kommen. Die erste Kontaktaufnahme versucht zum Fest der Erscheinung des Herrn Herodes. Doch ist seine Intention keine positive. Er will herausfinden lassen, wer und wo Jesus ist, um ihn umbringen lassen zu können. Es ist das Genre der Spionagefilme.
Bei der taufe des Herrn ist es Gott, der zu seinem Sohn Kontakt aufnimmt und ihm versichert, der geliebte Sohn zu sein. Eine Selbstverständlichkeit? vielleicht sind es die selbstverständlichen dinge, die manchmal gesagt werden müssen. Jesus soll wissen, dass Gott, sein Vater hinter ihm steht. Er erhält diesen Zuspruch.
Kommt uns seht, macht euch selbst ein Bild, sagt Jesus zwei Jüngern von Johannes. Sie gehen und leben mit ihm und bleiben bei ihm und bringen ihm andere Jünger. Nach der Kontaktaufnahme braucht es eine Einladung, die kann fruchtbar werden. Wirklich angenommen sind wir erst, wenn wir auch eine Aufgabe bekommen. Jesus macht die Fischer zu Menschenfischern. Vielleicht würde alles andere ihre Vorstellung übersteigen. Manchmal ist konkrete Hilfe verlangt, auch wenn sie nicht dezidiert ausgesprochen aber die Fähigkeit zugestanden wird. Jesus treibt den unreinen Geist aus. Auch das ergibt sich nach einer Kontaktaufnahme, wir sind geachtet und wertgeschätzt und Jesus hilft, egal womit wir "besetzt" sind.

Er-Klärung

Manches, was passiert, was wir tun und sagen, braucht eine Erklärung, um wirklich verstanden zu werden. Manches ist selbsterklärend und führt von sich aus zur Klärung. Die Evangelien im Advent führen uns auf das Fest der Geburt Christi hin. Wenn wir von den Zeichen hören braucht es eine Erklärung, worauf sie und ihre Deutung hinweisen, doch klärt es sich in Blick auf Weihnachten.
Johannes selbst ist ein Zeichen und er erklärt seine Mission. Doch braucht sein Bild vom Aufschnüren der Schuhe wiederum Erklärung. Eltern, die ihren Kindern die Schuhe schließen/zubinden müssen, kennen den Dienst, von dem Johannes aber sagt, er sei nicht würdig diesen auszuüben.
Erst nach dieser Selbsteinführung kann Johannes berechtigterweise Zeugnis ablegen von Jesus dem Christus. Doch all das bleibt noch relativ nebulose. In der Verkündigungsszene des Engels mit Maria wird deutlich, worin all das mündet: in der Erfüllung des (Heils-)Geschehen, in der Geburt Jesu, in der Inkarnation Gottes, in der Entäußerung des Wortes. In der Christmette lässt sich also dann fragen, habe ich etwas verstanden, ist mir etwas klar geworden?