Epistula

Wir haben unsere "epistula" von Print auf Online umgestellt. Hier finden sich regelmäßig Nachrichten aus der Unipfarre und die Veröffentlichung der aktuellen Predigtreihe. Dies hier ist aber auch ein Freiraum für eigene Beiträge. Wenn Du einen Text beitragen möchtest, ein Gebet, Gedanken, schreibe uns einfach an office@unipfarre.at

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stärkender Glaube

Nach Pfingsten, wir haben den Geist Gottes empfangen, erfahren wir einen gestärkten Glauben. Wir können das Fest des Geheimnisses der Dreifaltigkeit feiern. In den Texten wird uns als Gottes Gaben für uns Gnade, Liebe und Gemeinschaft vorgestellt. Auch das kann uns helfen, diesen einen Gott in den drei verschiedenen Wesensarten besser zu verstehen. Paulus jedenfalls grüßt die Gemeinde in Korinth mit dem Wunsch, dass die Gnade Christi, die Liebe Gottes (des Vaters) und die Gemeinschaft des Geistes Gottes mit ihnen sei. Was können sie dann noch mehr gebrauchen? Zu Fronleichnam erfahren wir die Einheit im Brot. Die Eucharistie selbst stärkt unseren Glauben und der Glaube an die Präsenz Jesu Christi in Leib und Blut stärkt uns als Christinnen und Christen. So gestärkt können wir im darauffolgenden Sonntag die Ernennung der Zwölf Apostel und ihre Sendung auch als unsere eigene verstehen. Immer neu den geschützten Raum der Kirche und Gemeinde zu verlassen und den Glauben an Gott, an Jesus Christus zu verkünden.

innere Feinde

Die Erfahrung der Jünger und der ersten christlichen Gemeinden, dass man bei besten Versuchen doch auch straucheln kann, manche Dinge tut, die im Verborgenen bleiben sollen, man die „eigene Seele verkauft“ ist uns auch geläufig. Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit ist gefragt, und wird von Gott wertgeschätzt. So wie wir uns davor hüten müssen, das Falsche zu tun, so lehren uns die Texte des nächsten Sonntags, kann auch die Bequemlichkeit, die Unterlassung uns von Gott trennen. Wenn man im Glauben gewachsen und gereift ist, kommen dann die inneren Feinde, die uns schwach werden lassen. Auch darauf gilt es in unserem Leben zu achten.

Wegweisung

Wegweisung wünschen wir uns heute auch, wer hätte nicht gern mehr Klarheit, in dem was er tun soll und will. Wegweisung heute ist nicht anders als zur Zeit Jesu, das heißt, auf ihn hören, verstehen, was er von jedem von uns will und erkennen, ob und dass dies der eigene Weg und Auftrag in der Gesellschaft ist.

Den Lesungstexten der Sonntage bis Pfingsten ist eines gemeinsam, es geht um Wegweisung. In der Apostelgeschichte lernen die Jünger Jesu eigene Wege zu gehen, Gefahren der Verzettelung zu vermeiden. In den Petrusbriefen werden die Adressaten auf ihre Hoffnung aufmerksam gemacht, die manchmal hilft, die Richtung des eigenen Lebens zu halten, die manchmal hilft das An-der-Welt-Leiden auszuhalten. In die gleiche Richtung gehen die Evangeliumsstellen. Ob Jesus von sich als gutem Hirt redet, Thomas den Weg weist und Philippus den Vater zeigt, indem er auf sich und seine Beziehung zum Vater verweist, vom Beistand redet, den Gott senden wird, seinen Jüngern den „letzten“ Auftrag gibt, alles mündet in der gemeinsamen Sendung zu Pfingsten, am Reich Gottes mitzubauen.